Natur >   Ameisen, Kaninchen

Ameisen

Ameisen sind völkerbildende Insekten. Es gibt zahlreiche Arten mit sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen.

Viele Arten bauen unterirdische Behausungen oder Hügel. Das trifft auf die meisten hier lebenden Arten zu. Auch die Ameisenhügel haben einen unterirdischen Teil. Ihre Behausungen, die Nester sind in viele funktionelle Kammern unterteilt.

Ameise


Diese sind durch Gänge miteinander verbunden. Die Königin ist der Mittelpunkt eines Ameisenvolkes und sie kann über 20 Jahre alt werden.

Beim Schwärmen der Ameisen paaren sich die neuen Königinnen mit den kurzlebigen Männchen und erhalten dabei Samen, der das ganze Leben der Königin zur Befruchtung ihrer Eier ausreicht.
Nun sucht sich die Königin einen geeigneten Platz und muss sich eine Kammer zur Eiablage schaffen. Die erste Generation Arbeiterinnen muss die Königin selbst aufziehen.
Danach übernehmen die Arbeiterinnen die Aufzucht der Eier, die Nahrungsbeschaffung und den Ausbau sowie Verteidigung des Nestes. Für diese jeweiligen Arbeiten werden spezielle Arbeiterinnen aufgezogen.

Die Königin zieht sich in die unterste Kammer zurück und legt fortan nur noch Eier. Sie wird von den Arbeiterinnen versorgt.
Es kann vorkommen, dass in einem Ameisenvolk mehrere Königinnen leben.

. .

Die Ameisen sind meistens Allesfresser. Sie erbeuten Insekten, wie Spinnen und Raupen, Schnecken sowie andere Kleintiere.

Sie mögen auch gerne Süßes. So wird der vergessene Zuckerkuchen im Garten schnell von Ameisen heimgesucht.

Um an süße Säfte zu gelangen, leben die Ameisen gerne mit anderen Tieren in Symbiose, das heißt , jeder der beteiligten Art hat Vorteile vom Zusammenleben. So liefern auf Pflanzen lebende Läuse süße Tropfen, während die Ameisen ihnen Schutz gewähren.

Es gibt auch Ameisenarten, die Blätter sammeln, um diese als Nahrung für eine Pilzzucht im Ameisenbau zu nutzen, während sich die Ameisen dann von den Pilzen ernähren.

Ameiseneier

Ameiseneier

 

Im Bild: Hunderte Ameisenlarven unter einem kurzzeitig angehobenen Stein.

Für die Jagd und für die Verteidigung benutzen die Ameisen unter anderem die Ameisensäure, die sie selber produzieren.
Wenn wir aus versehen in eine Ameisenhaufen treten, greifen sie uns an und verspritzen die Ameisensäure. Wir verspüren an leichtes Kribbeln, da die Ameisensäure für Menschen weniger gefährlich ist.

Bei den heimischen Ameisenarten legt die Königin in der Regel vom Frühjahr bis Herbst Eier. Aus den meisten Eiern entwickeln sich Arbeiterinnen. Aus einigen werden junge Königinnen und Männchen.

Beide haben Flügel und sorgen für den Weiterbestand der Art. Dazu schwärmen alle Männchen und alle jungen Königinnen einer Art an einem ganz bestimmten Tag aus dem Nest und vereinigen sich zum Hochzeitsflug. Dies kann man jedes Jahr wieder beobachten. Nach der Paarung sterben die Männchen.

Im Spätherbst lässt die Aktivität der Ameisenvölker nach und sie verfallen langsam in eine Art Winterruhe.
Dabei halten sie sich tief unten in ihren Ameisennestern auf.

Im Frühjahr beginnen sie wieder von Neuem. So kann ein Ameisenvolk mehrere Jahrzehnte überleben.

. .

Hasen und Kaninchen

Hasen und Kaninchen werden von vielen Leuten nicht unterschieden.
So kann man immer wieder erleben, dass zu zu einem Zwergkaninchen " ist das ein niedlicher Hase" gesagt wird.

Dabei unterscheiden sich beide im Körperbau und Lebensweise. Hasen sind grundsätzlich größer und haben kräftigere Hinterbeine als Kaninchen. Sie besitzen größere Ohren, die Löffel genannt werden. Die Hasen leben im freien Feld, während die Wildkaninchen Baue unter der Erde graben.

Diese sind bis zu 3 m tief und können bis 50 m lang sein.
Hasen kann man als Einzelgänger bezeichnen. Wildkaninchen leben gesellig in Gruppen.
Bei Gefahr klopfen sie mit den Hinterbeinen auf den Boden und warnen somit die anderen in der Gruppe.
Sie sind während der Dämmerungszeit und in den frühen Morgenstunden unterwegs.

Hasen sind scheu und ergreifen sofort die Flucht. Wildkaninchen können sich an die Nähe des Menschen gewöhnen und werden in seltenen Fällen sogar zutraulich.

Die Jungen des Hasen werden mit Fell geboren und müssen sich in eine Furche kauern. Die Mutter kommt nur kurz zum Säugen.

Die Jungen der Wildkaninchen werden nackt und blind geboren. Sie werden in einem Nest in einem speziellen Erdbau aufgezogen.

Hasen und Kaninchen sind Pflanzenfresser. Sie bevorzugen frische Pflanzensprosse.

Aus den Wildkaninchen wurden zahlreiche Hauskaninchenrassen gezüchtet.

Feldhase

Ein Feldhase auf der Flucht. Auffällig sind die langen Ohren (Löffel) im Verhältnis zur Kopfgröße.

 

Wildkaniennchen

Eine Gruppe Wildkaninchen auf einer Wiese. Die Ohren (Löffel) sind deutlich kürzer.

 

Hauskanienchen

Hauskaninchen im Freigehege Hauskaninchen

 

Zwergkanienchen

Junges Zwergkaninchen.

Während Hasen bis 80 cm groß werden, erreichen Zwergkaninchen eine Größe von 30 cm.

 

www.meine-infos.de

©howeco2008-2026